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Entscheidung

Concierge und Estate Management — Modelle und Kosten

Pauschale, Stundensatz oder Prozentsatz: die drei Abrechnungsformen, ihre Bänder und die Grenze, ab der sich Führung rechnet.

Von N. Blache · 24. August 2026

Ruhiger Eingangsbereich mit Steinboden
Concierge und Estate Management werden oft in einem Atemzug genannt und sind zwei Berufe. Der eine nimmt Ihnen Wege ab, der andere führt eine Immobilie. Wer das verwechselt, kauft einen Stundensatz für eine Aufgabe, die einen Verantwortlichen braucht, oder umgekehrt.

Die drei Abrechnungsformen

Jahrespauschale: 3.600 bis 24.000 Euro, je nach Erreichbarkeit und Umfang. Sie kauft Verfügbarkeit, nicht Stunden. Stundensatz: 60 bis 120 Euro bei Abruf, richtig für schwankenden Bedarf. Prozentsatz: drei bis acht Prozent der jährlichen Bewirtschaftungskosten, das übliche Modell im Estate Management. Der Prozentsatz hat einen Vorzug, den die anderen nicht haben: Er belohnt niemanden dafür, dass er lange braucht.

Der Interessenkonflikt, nach dem Sie fragen sollten

Fragen Sie, ob Provisionen von beauftragten Handwerkern angenommen werden. Ein Haus, das nein sagt und es in den Vertrag schreibt, verdient nur an Ihnen und verhandelt entsprechend hart für Sie. Ein Haus, das Provisionen nimmt, hat ein Interesse an teuren Gewerken. Beides kommt vor, nur das eine steht selten von allein im Angebot.

Ab wann es sich trägt

Nicht die Quadratmeter entscheiden, sondern die Zahl der laufenden Verhältnisse: Gärtner, Reinigung, Heizung, Pool, Alarm, Winterdienst. Ab etwa fünf regelmäßigen Dienstleistern verbringt ein Eigentümer messbar Zeit mit Koordination, und ab da holt ein Estate Manager sein Honorar regelmäßig über Verhandlung und vermiedene Folgeschäden wieder herein. Darunter ist es Komfort. Auch das darf ein Grund sein, nur ein anderer.

Häufige Fragen

Was kostet ein privater Concierge Service?
Übliche Modelle: eine Jahrespauschale zwischen 3.600 und 24.000 Euro je nach Umfang, oder ein Stundensatz von 60 bis 120 Euro bei Bedarfsabruf. Estate Management für ein größeres Anwesen wird meist als Prozentsatz der jährlichen Bewirtschaftungskosten abgerechnet, üblich sind drei bis acht Prozent.
Was macht ein Estate Manager?
Er führt ein Anwesen wie einen kleinen Betrieb: Handwerker und Dienstleister beauftragen und kontrollieren, Wartungsintervalle überwachen, Personal koordinieren, Budgets führen und abrechnen. Der Unterschied zum Concierge ist die Verantwortung für die Immobilie selbst, nicht nur für Wünsche.
Ab wann lohnt sich Estate Management?
Als Faustregel ab einem Anwesen, das mehr als zwei regelmäßige Dienstleister und einen fünfstelligen Jahresbetrag an Instandhaltung bindet — oder sobald Sie mehr als ein Objekt führen. Der Wert entsteht durch Kontrolle und Verhandlung, nicht durch Bequemlichkeit.

Zahlen in diesem Beitrag sind überschlagene Größenordnungen zur Orientierung — erhoben aus dem Bestand und dem Marktüblichen, nicht bei einem einzelnen Haus. Sie sind kein Angebot und keine Zusage. Was Ihr Vorhaben kostet, sagt Ihnen nur, wer es angesehen hat.