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Entscheidung

Was ein Reisedesigner kostet — und wofür genau

Honorar, Provision oder beides. Die drei Abrechnungsmodelle der Reiseplanung, ihre Preisbänder und die Frage, die im ersten Gespräch fallen muss.

Von N. Blache · 24. August 2026

Weite Küstenlandschaft im Morgenlicht
Reiseplanung ist eine der wenigen Beratungsleistungen, bei der viele Kunden nicht wissen, ob sie gerade etwas bezahlen. Das liegt an drei nebeneinander bestehenden Modellen, die von außen gleich aussehen und darüber entscheiden, in wessen Interesse geplant wird.

Die drei Modelle

Reines Honorar: 250 bis 900 Euro für eine Reise, bei mehrmonatigen oder mehrländrigen Routen 1.500 bis 3.000. Das Haus verdient an Ihnen und hat kein Interesse an einem bestimmten Hotel. Reine Provision: Sie zahlen nichts, das Haus bekommt zehn bis fünfzehn Prozent von den Leistungsträgern und plant tendenziell dort, wo Verträge bestehen. Und die Mischform, heute am häufigsten: ein kleineres Honorar plus Provision, oft mit Anrechnung bei Buchung.

Die Frage fürs erste Gespräch

Wird das Planungshonorar angerechnet, wenn ich über Sie buche? Die Antwort kostet nichts und klärt alles. Ein Haus, das anrechnet, verkauft Ihnen Beratung als Vorleistung. Ein Haus, das nicht anrechnet, verkauft Beratung als eigenständige Leistung. Auch das ist legitim; Sie sollten es nur wissen, bevor Sie den Entwurf in der Hand halten.

Wofür Sie tatsächlich zahlen

Nicht für die Buchung; die schafft jedes Portal in vier Minuten. Sie zahlen für die Kenntnis, welches der acht gleich aussehenden Zimmer über der Küche liegt, für die Fahrt vom Flughafen, die niemand mitrechnet, und für eine Nummer, die um zwei Uhr nachts jemand abhebt, wenn ein Anschlussflug ausfällt. Der Unterschied wird an genau einem Tag der Reise sichtbar, und man weiß vorher nie, an welchem.

Häufige Fragen

Was kostet ein Reisedesigner?
Üblich sind 250 bis 900 Euro Planungshonorar pro Reise, bei aufwendigen Routen mit mehreren Ländern auch 1.500 bis 3.000 Euro. Manche Häuser rechnen stattdessen über Provisionen der Leistungsträger ab und stellen kein Honorar — das ist für Sie nicht günstiger, nur unsichtbarer.
Lohnt sich ein Reisebüro gegenüber der Onlinebuchung?
Bei einer Pauschalwoche selten, bei allem mit mehr als zwei Etappen fast immer. Der Wert liegt nicht im Preis, sondern in der Umbuchung um zwei Uhr nachts, im Zimmer mit der richtigen Lage und in der Haftung: Wer über ein Reisebüro bucht, hat einen Vertragspartner in Deutschland.
Wird das Planungshonorar auf die Reise angerechnet?
Häufig ja, ganz oder anteilig, wenn die Reise über dasselbe Haus gebucht wird. Diese Frage gehört ins erste Gespräch — sie entscheidet, ob eine Beratung 600 Euro kostet oder nichts.

Zahlen in diesem Beitrag sind überschlagene Größenordnungen zur Orientierung — erhoben aus dem Bestand und dem Marktüblichen, nicht bei einem einzelnen Haus. Sie sind kein Angebot und keine Zusage. Was Ihr Vorhaben kostet, sagt Ihnen nur, wer es angesehen hat.