Entscheidung
Was ein Privatkoch kostet — und ab wann er sich rechnet
Honorare pro Person, was tatsächlich enthalten ist und die Gästezahl, ab der ein Abend zu Hause günstiger wird als im Restaurant.
Von N. Blache · 24. August 2026

Ein Koch im eigenen Haus gilt als das Extravaganteste, was man mit einem Abend anstellen kann. Rechnerisch ist es das ab acht Gästen oft nicht mehr. Ein Menü in einem guten Restaurant kostet mit Getränken schnell dasselbe, nur dass um dreiundzwanzig Uhr jemand die Rechnung bringt.
Die Bänder
Neunzig bis hundertachtzig Euro pro Person bei sechs bis zehn Gästen, für Menü, Einkauf, Zubereitung und eine aufgeräumte Küche. Der Warenwert läuft häufig gesondert, Getränke fast immer. Für kleine Runden gilt ein Mindesthonorar von sechshundert bis neunhundert Euro; der Aufwand für vier Gäste ist nicht wesentlich kleiner als für acht.
Was im Preis steckt und was nicht
Enthalten sind üblicherweise Menüplanung, Einkauf, Anreise im Umkreis, Zubereitung und das Zurücklassen einer sauberen Küche. Nicht enthalten sind meist: Service am Tisch ab etwa acht Personen, Geschirrmiete, Blumen und alles, was nach Veranstaltung aussieht. Fragen Sie diese vier Punkte einzeln ab. Sie sind der häufigste Grund für eine Rechnung, die höher ausfällt als das Angebot.
Das Gespräch vorher
Ein guter Privatkoch fragt nach drei Dingen, bevor er ein Menü vorschlägt: nach dem Anlass, nach Unverträglichkeiten und nach Ihrer Küche. Der letzte Punkt entscheidet mehr, als Gastgeber ahnen: Ein Menü mit vier warmen Gängen braucht Ofenplätze, und wer das erst am Abend merkt, serviert lauwarm.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Privatkoch für einen Abend?
- Üblich sind 90 bis 180 Euro pro Person bei sechs bis zehn Gästen, inklusive Menü, Einkauf, Zubereitung und Aufräumen. Warenwert und Getränke kommen meist gesondert dazu. Für kleinere Runden gilt häufig ein Mindesthonorar von 600 bis 900 Euro.
- Ab wann lohnt sich ein Privatkoch gegenüber dem Restaurant?
- Rechnerisch ab etwa acht Gästen, weil das Mindesthonorar sich dann verteilt. Praktisch schon früher, sobald der Anlass Ruhe braucht: kein Tischwechsel, keine Sperrstunde, keine Rücksicht auf Nachbartische — und alle sitzen so, wie Sie es wollten.
- Was muss ich als Gastgeber stellen?
- Eine funktionierende Küche mit Herd, Backofen und Spüle, Geschirr für die Gänge und Platz zum Anrichten. Alles Weitere bringt der Koch mit. Klären Sie vorher, ob Service für den Tisch enthalten ist — bei mehr als acht Gästen kommt meist eine Servicekraft dazu.
Zahlen in diesem Beitrag sind überschlagene Größenordnungen zur Orientierung — erhoben aus dem Bestand und dem Marktüblichen, nicht bei einem einzelnen Haus. Sie sind kein Angebot und keine Zusage. Was Ihr Vorhaben kostet, sagt Ihnen nur, wer es angesehen hat.