Point Blanche

Entscheidung

Was Lichtplanung kostet — und wann sie sich bezahlt macht

Honorarmodelle, Leistungsumfang und der eine Zeitpunkt im Bau, nach dem gute Lichtplanung nicht mehr möglich ist.

Von N. Blache · 24. August 2026

Warm ausgeleuchteter Wohnraum am Abend
Licht ist das einzige Gewerk, dessen Fehler man jeden Abend sieht und tagsüber vergisst. Es ist auch das einzige, bei dem der Zeitpunkt über alles entscheidet: Nach dem Verputzen ist ein Lichtkonzept keine Planung mehr, sondern ein Kompromiss aus Stehleuchten.

Die Honorarmodelle

Pauschal: 2.500 bis 8.000 Euro für ein Einfamilienhaus, je nach Fläche und Zahl der Räume. Nach Stunden: 90 bis 160 Euro. Als Prozentsatz der Leuchtenkosten: acht bis fünfzehn Prozent. Die letzte Form ist die verbreitetste und die, bei der Sie am genauesten hinsehen sollten: Sie belohnt teure Leuchten. Fragen Sie nach einem Pauschalangebot; wer eines macht, plant unabhängig von seiner Bestellliste.

Was ein Konzept enthalten muss

Lichtpunktplan mit Position und Ausrichtung. Leuchtenauswahl mit Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Entblendung. Schalt- und Dimmgruppen. Anschlussdetails, die der Elektriker ohne Rückfrage umsetzen kann. Und eine Begehung bei der Inbetriebnahme, in der eingerichtet wird. Dieser letzte Punkt fehlt in den meisten Angeboten und ist der, an dem sich Wirkung entscheidet.

Der Zeitpunkt

Die Planung gehört vor die Elektroinstallation, also vor den Rohbau-Innenausbau. Wer sie später beauftragt, bezahlt sie doppelt: einmal als Honorar und einmal als Schlitze in fertigen Wänden. Und wer sie ganz weglässt, bezahlt sie über Jahre in Form von Deckenspots im Raster, die überall gleich viel Licht machen und nirgends das richtige.

Häufige Fragen

Was kostet eine Lichtplanung für ein Einfamilienhaus?
Üblich sind 2.500 bis 8.000 Euro für ein vollständiges Konzept, abhängig von Fläche und Zahl der Räume. Manche Planer rechnen nach Stunden mit 90 bis 160 Euro, andere mit einem Prozentsatz der Leuchtenkosten — dann sind acht bis fünfzehn Prozent üblich.
Was ist in einem Lichtkonzept enthalten?
Lichtpunktplan mit Positionen und Ausrichtung, Auswahl der Leuchten mit Lichtfarbe und Entblendung, Schalt- und Dimmgruppen, Anschlussdetails für den Elektriker und meist eine Begehung bei der Inbetriebnahme. Ohne den letzten Punkt bleibt jede Planung Theorie.
Reicht nicht der Elektriker?
Für die Installation ja, für die Wirkung selten. Der Elektriker setzt Auslässe nach Norm und Symmetrie; ein Lichtplaner setzt sie nach dem, was beleuchtet werden soll. Der Unterschied fällt erst auf, wenn die Wände stehen — und dann ist er teuer.

Zahlen in diesem Beitrag sind überschlagene Größenordnungen zur Orientierung — erhoben aus dem Bestand und dem Marktüblichen, nicht bei einem einzelnen Haus. Sie sind kein Angebot und keine Zusage. Was Ihr Vorhaben kostet, sagt Ihnen nur, wer es angesehen hat.